Agile IT-Governance:
Quadratur des Kreises oder die Next-Generation der IT-Governance?

Agil und IT-Governance: ist das nicht ein Widerspruch in sich selbst? Wie kann man denn laufende Veränderungen willkommen heißen und zugleich nach Stabilität streben? Der Vortrag geht diesen Spannungsfeldern nach und zeigt auf, dass es in der (IT)-Governance eigentlich schon immer um eine laufende Balancierung von Veränderung und Stabilität ging (auch wenn IT-Governance oft eher mit Compliance und KPI-Orientierung assoziiert wird). IT-Governance war deshalb auch schon bisher eher eine dynamische Führungsfähigkeit als eine Methode, der man schematisch folgen konnte. Agile IT-Governance ist nun eine konsequente Weiterentwicklung dieses dynamischen Verständnisses aus einer agilen Grundhaltung heraus.

Der Vortrag bietet eine Einführung in die agile IT-Governance entlang der folgenden Punkte:
- Die Erweiterung der Ansprüche an die IT-Governance: größere Veränderlichkeit & Komplexität sowie abnehmende Plan- und Vorhersagbarkeit der Vorhaben.
- Konsequenzen für die Grundhaltung und das Steuerungsmodell einer agilen IT-Governance: von plan- und KPI-getriebenem Regelkreis zu explorativen Lernprozessen auf 2 Ebenen: umsetzungsorientiert und reflexionsorientiert.
- Die Bedeutung des Kontextes für den Erfolg einer agilen IT-Governance.
- Orientierungs- und Entscheidungshilfen: wann eher klassische und wann eher agile IT-Governance.

Zusammenfassend erweitert agile IT-Governance die Handlungsmöglichkeiten der IT-Governance angesichts einer zunehmend komplexen und dynamischen Umwelt.

Lernziele

Die TN verstehen:
Agile IT-Governance ist eine konsequente Weiterentwicklung der IT-Governance für zunehmend dynamische & komplexe sowie noch nicht ganz verstandene Themenbereiche
Agile IT-Governance ist eine dynamische Fähigkeit zur Exploration von IT-gestützten Innovationen und zur begleitenden Balancierung von Veränderung & Stabilität in Organisationen (und nicht so sehr eine schematisch zu befolgende Methode)
Agile Governance beruht auf einer anderen Grundhaltung als klassische(re) IT-Governance, nämlich auf einer explorativen Lernhaltung auf 2 Ebenen: operativ-umsetzungsorientiert und reflexionsorientiert
Agile IT-Governance und klassische(re) IT-Governance stehen in einem komplementären Verhältnis zueinander – je nach Aufgabenstellung und Kontext
Die TN kennen:
Wichtige Kriterien zur Einschätzung der Kontexteignung für eine agile IT-Governance (Readiness-Check)
Entscheidungshilfen für den Einsatz einer eher klassischen IT-Governance oder den Einsatz einer eher agilen IT-Governance

Speaker

 

Urs Andelfinger
Urs Andelfinger ist gelernter Bankkaufmann und hat an der TU Darmstadt und der ENSIMAG Grenoble Wirtschaftsinformatik studiert. Er hatte zunächst mehrere berufliche Positionen inne in der Automotive- und Finanz-Industrie sowie in der Unternehmensberatung. Seit mehr als 15 Jahren unterrichtet er Wirtschaftsinformatik und Softwaretechnik an der Hochschule Darmstadt. Daneben ist er weiterhin mit einem Standbein in der Praxis unterwegs, um Organisationen in der IT-Governance und bei der Digitalisierung zu unterstützen, aber auch bei der nutzbringenden Anwendung von klassischen Referenzmodellen wie CMMI und COBIT. Er ist regelmäßig Gastdozent an der TU Clausthal und der Frankfurt School of Finance & Management. Außerdem war er über 10 Jahre zertifizierter CMMI-Instruktor und ist aktuell zertifizierter SCRUM-Master und SAFe 5.0 Agilist.


Gold-Sponsoren

Advisori protiviti audicon

Silber-Sponsoren

ibs Schreiber
versio.io
Dynatrace

Medienpartner

IT-Governance



IT-GRC-Kongress Newsletter

Sie möchten über den IT-GRC-Kongress
auf dem Laufenden gehalten werden?

 

Anmelden